Eine Mauer wird zum Lesebuch

Restaurierung der mittelalterlichen Stadtmauer in Duisburg

Duisburg, die Industriestadt an der Mündung der Ruhr in den Rhein, hat eine lange Stadtgeschichte die in der Nachkriegszeit kaum beachtet wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg waren von der ehemals 2,5 Kilometer langen Stadtbefestigung immerhin noch 0000 Meter vorhanden. Trotz der aus dem Zeitgeist heraus initiierten „Stadtmodernisierung“ sind bis heute noch 600 Meter im Stadtbild erkennbar. Der baugeschichtlich wertvollste Teil, entlang der Untermauerstraße wird nun unter Leitung von FINDT Ingenieure und Architekten saniert.

 

Mauer vor der Restaurierung

Bewuchs auf der Mauerkrone

Die wechselvolle Geschichte der Stadt wird mit den vorhandenen Befunden bis ins neunte Jahrhundert dokumentiert. Die Entwicklung der Wehrtechnik, zum Beispiel zu Schießscharten umgebaute Zinnen, Ansätze von Mauergewölben aber auch Aussparungen für hölzerne Konstruktionen, lässt Rückschlüsse auf die Stadtentwicklung ebenso zu wie die Dokumentation von später angebauten Wohnhäusern.

Die von der Firma Schleiff aus Erkelenz in traditioneller Art durchgeführte Sanierung wird engmaschig vom Amt für Denkmalschutz der , vertreten durch Frau Rapp und  durch Herrn Dr. Platz (Stadtarchäologie) und einen Steinspezialisten des Landschaftsverbands Rheinland, Herrn Schaab, kontrolliert.

Im Rahmen der substanzsichernden Arbeiten gewonnene Erkenntnisse, fließen in die Art der Restaurierung ein und machen die Mauer damit zu einem Lesebuch sowohl für interessierte Laien als auch für Historiker.

Gewölbeabsatz

 

historische Gerüstlage